Nichtschlucker

Teure Privilegien
für Privatstiftungen

Privatstiftungen schaffen keine Arbeitsplätze.
Außer vielleicht bei Ferrari.

Egal wie viel Geld Sie auf Ihrem Sparbuch haben – sobald es Zinsen abwirft, werden dafür 25 Prozent Kapitalertragsteuer fällig. Hätten Sie Ihr Geld in einer Privatstiftung geparkt, würde der Finanzminister nicht einmal halb so viel kassieren. Wo bleibt da die Gerechtigkeit?

Große Vermögen können hierzulande in Privatstiftungen eingebracht werden, die extreme Steuervorteile bringen. Ist eine Privatstiftung z. B. an einem Unternehmen beteiligt, werden ihre Ausschüttungen an Aktionäre dieses Unternehmens nicht besteuert. Auch Veräußerungsgewinne, wie sie z.B. beim Verkauf von Unternehmensanteilen anfallen, sind praktisch steuerfrei. Und für die meisten anderen Erträge fallen bloß 12,5 Prozent Steuer an.

In kaum einem Land bestehen derartige Privilegien. Jahr für Jahr kommt es zu einem erheblichen Steuerausfall durch diese Begünstigungen, liegt doch ein Vermögen von rund 60 Milliarden Euro in ca. 3.000 österreichischen Stiftungen. Die AK fordert daher, dass Privatstiftungen so wie Kapitalgesellschaften besteuert werden. Das würde dem Staat jährlich ca. 500 Millionen Euro bringen – und uns ein gerechteres Steuersystem.

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