Nichtschlucker

Sonderrechte für
Großgrundbesitzer

Gutsherren genießen Steuerprivilegien
von denen Hackler nur träumen können.

Die Abgaben eines Landwirts werden in der Regel auf Basis der „Einheitswerte“ seiner Grundstücke bemessen. Diese Einheitswerte wurden zum letzen Mal 1988 bestimmt und sind seither eingefroren. Großgrundbesitzer werden dadurch massiv bevorzugt – sowohl gegenüber Klein- und Nebenerwerbsbauern, aber auch gegenüber Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.

So sind die realen Einkommen der Landwirte seit der letzten Feststellung der Einheitswerte um das Doppelte gestiegen. Die entrichtete Einkommensteuer ist in diesem Zeitraum aber um nur 30 Prozent gewachsen. Verschärft wird die Schieflage dadurch, dass es auch bei den Sozialabgaben nicht gerecht zugeht. So muss die schwer defizitäre bäuerliche Pensionsversicherung zu zwei Drittel durch die Allgemeinheit finanziert werden, bei den Selbstständigen beträgt der Beitrag des Bundes rund die Hälfte, bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern nur 12 Prozent.

Gerade in Zeiten einer erheblichen Wirtschaftskrise kann es nicht sein, dass sich eine gesamte Berufsgruppe einer der Wirklichkeit entsprechenden Einkommensbesteuerung entzieht. Die AK fordert daher mehr Gerechtigkeit im Abgabensystem.

Kommentare

Kommentare werden geladen ...